Ein leicht irre führender Titel, den er bedeutet weder, das die erste Woche beendet ist und ich ein Resümee ziehen werde, noch, dass die erste Woche der Reise beginnt. Es bedeutet nur, das die erste volle Woche nun anfängt. Ein Montag, auf den eine ganze Woche folgt. Ein Montag ohne Alias, Supternatural und ganz Schade, ohne Third Watch. Ich möchte wissen, ob ich jemals alle deutschen Folgen sehen werde… Ach ja, auch kein CSI:NY, ich hätte mir die Folgen aufschreiben sollen, wo ich aufgehört habe
Muss ich irgendwie noch mal versuchen raus zu bekommen, welche Staffel und Folge alles steht…
Aber nun zum Leben hier. Ich bin gerade vom Interpol Konzert gekommen. Eine super coole Show, wie immer, zu kurz, wie die meisten Veranstaltungen (ok, Hagen Rether als positive Ausnahme) und irgendwie so eindrucksvoll, das einfach zu wenig in Erinnerung bleibt. Man genießt die Musik und das Licht oder man prägt sich alles ein, um sich später wieder erinnern zu können und genießt dabei weniger oder in blöden Momenten kommen einem auch Gedanken des Real Life in den Kopf geschossen, die man eigentlich nicht haben will. Aber es hat sich natürlich gelohnt, war sehr schön, die Band mal vor einer größeren Masse spielen zu sehen und auch interessant, das Infield, die Stehplätze von außen betrachten zu können. Denn ich „musste“ auf der Tribüne Außen Platz nehmen, was sich allerdings nicht als schlecht heraus gestellt hat. Denn ob man stehend oder sitzend die Musik aufnimmt, ist egal, da ist sitzen eigentlich gemütlicher. Mein Platz war sehr praktisch. Direkt am Gang und in der obersten Reihe der „licensed Area“ (dazu gleich noch) hatte ich einen super Blick auf die Bühne. Näher dran wäre zwar auch nicht schlecht gewesen, aber es war auch so vollkommen in Ordnung. Jedenfalls saß durch den Gang niemand in meinem Sichtfeld. Das Tshirt, das ich mir eigentlich kaufen wollte gab es natürlich nicht. Nach einiger Überlegung habe ich dann noch einmal das gleiche Shirt, was ich bereits habe gekauft, eins zum tragen und eins für die guten Tage sozusagen. Vom Preis war ich dann aber doch sehr positiv überrascht, nachdem die Karten an sich deutlich teurer als in Deutschland waren, stand das Shirt mit 45 AUS-$ (etwa 25 Euro) gegenüber 40 Euro in Hamburg zu buche. Aber der deutsche Stoff ist auch besser. (Möchte nicht wissen wie die 10 Dollar Shirts, die danach an der Straßenecke verkauft wurden waren.) Aber der Reihe nach. Nachdem ich bereits am Freitag meine Karten abholen wollte, weil ich extra in einer Mail darauf hingewiesen wurde, dies zu tun, bekam ich am Schalter die Info, das man nur am Veranstaltungstag die Karten abholen könnte… Na gut, aber so wusste ich schon einmal wo ich hin musste. Der Weg war auch denkbar einfach. Aus dem Hostel einmal nach Links,durch komplett Downtown nur gerade die Spencer Street entlang, zwei mal Abbiegen und schon war man da. Insgesamt etwa 25 Minuten Fußweg. Bis ich diesen (am Freitag) gefunden hatte, war aber einige Zeit mehr vergangen, dazu noch einmal ein Hoch auf Stadtpläne und meine Fähigkeit, diese umzusetzen! Wieder ein Sprung zu heute. Nachdem ich die Karte hatte, wollte ich die Halle betreten. Zeigte mein Zugangsberechtigung vor und ein netter Sicherheitsmann nuschelte mir etwas in Aussie von wegen ID vor, weil ich in die licensed Area wollte, wo man auch Alkohol kaufen konnte. Meinen Personalausweis begutachtete er recht kritisch und auch von meinem Führerschein lies er sich nicht wirklich überzeugen. Eine „Beisteherin“ (die die Karten abreißt) zeigte, welche AUSTRALISCHEN Dokumente ich vorweisen solle um Einlass zu bekommen. Denn ob mein deutscher Reisepass (kein Passport) gültig gewesen wäre, bezweifle ich auch noch bisschen. In Zukunft werde ich ihn aber immer dabei haben, denn der gute Perso hat hier wohl keinen Wert. Mit viel gutem Willen durfte ich die heiligen Hallen aber doch betreten (aber vor Ende nicht wieder raus, denn noch mal wäre ich nicht rein gekommen, warum auch immer, Aussies eben…) und saß dann um 19:00 in der sich ganz langsam füllenden Halle und war mir bewusst, dass es sicher noch eine (oder wie sich heraus stellen sollte anderthalb) Stunden werden könnte, bis irgendwas passiert. Da muss ich nun einen großen Dank an Marcel richten, der mir diese Zeit durch das rege Textnachrichten schreiben sehr verkürzt hat. Die Vorband fand ich auch sehr gut (nur zu kurz) und ich muss einmal suchen, wer das war. Um etwa 23:00 war dann alles vorbei, die sehr guten Zugaben gespielt, dafür lohnt sich eigentlich immer schon ein Interpol Konzert und es ging zurück ins Hostel, wo ich nun diesen Text schreibe.
Das ganze wäre auch was für Falk, wegen den Lichtern… und für Falk und Jan C. M. (ich kenne zu viele Jans…) wegen den zahlreichen Röhrenjeans gewesen. Ich weiß nicht ob mir das verstärkt auffällt oder ob es hier wirklich verbreiteter ist. Dort jedenfalls auch bei Männern sehr beliebt.
Was war noch heute los. Normal aufgestanden, gefrühstückt und danach noch mal bisschen „ausgeruht“ Einige Zeitungen und Zeitschriften durch geguckt und potentielle Arbeitsvermittler gefunden. Danach ging es dann los zur South Melbourne Library, an der ich dann aber gleich mal voll vorbei gerannt bin. So bin ich aber zum Albert Park gekommen. (Die Formel 1 Grand Prix Strecke) und ein bisschen drauf und daran herum gelaufen. Aber da dies nicht mein eigentliches Ziel war, bin ich recht schnell wieder umgedreht und habe die Büchereizweigstelle gesucht. Während meines Spaziergangs im Park konnte ich auf dem See aber auch einige Achter trainieren sehen. Nun weiß ich wo noch ein weiterer Ruderverein stationiert ist. Lust bekommt man ja doch bei dem Wetter… Zurück zur Library. Leider gab es dort kein, wie ich gehofft hatte, Wlan, das ganze war eigentlich auch mehr ein Lesesaal als eine Bücherei. In der Hoffnung in so einem ruhigerem Viertel doch einen unvorsichtigen Australier zu finden suchte ich nach offenen Netzen, fand eins aber die Verbindung war zu schlecht. Als Strafe von dieser Dreistigkeit, vergaß ich aber meine schöne neue schwarz-rote Hoodie-Jacke und bemerkte erst beim einkaufen und etwa 10 Minuten später, dass sie weg war. Mit der glücklich erstandenen Packung Taschentüchern hastete ich zurück und fand die Jacke noch artig an ihrem Platz liegend. Welch eine Erleichterung. Was für eine Panne wäre dieser sinnlose Verlust gewesen. Aber Gott sei dank, ja alles gut gegangen. War wohl ein netter freundlicher Hinweis unseres Chefs von oben, dass ich mich nicht „einhacken“ soll. Und zum merken, man nennt Taschentücher hier nicht Handkerchiefs…
Das war der 25. Februar. Leicht unchronologisch, aber trotzdem umfassend.